Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie ein Mensch mit einer starken Brille mit Ihrer Homepage zurechtkommt? Kann er die Schrift entziffern? Ist sie zu klein? Gehen auch Sie davon aus, dass jeder Mensch den Mauszeiger sehen kann?
Ich unterstütze Sie gerne bei der Erstellung eines barrierefreien Internetauftritts. Auch barrierefreies Webdesign beginnt bei der Planung und Konzeption. Und gerade Webauftritte, die den internationalen Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sowie der nationalen Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) entsprechen und uneingeschränkt zugänglich sein sollen, verlangen sehr viel Engagement und Detailkenntnisse.
Barrierefreies Webdesign und Accessibility sind Synonyme. Beide Begriffe beschreiben die Zugänglichkeit von Internetseiten für Jedermann - unabhängig von Eingabe- (Maus, Tastatur) und Ausgabe-Geräten (Monitor, Lautsprecher), unabhängig vom Bildungsgrad, unabhängig von der verwendeten Plattform und Software, unabhängig von jeglicher Behinderung des Nutzers.
"Accessibility" ist kein neuer Begriff. Unter Internetprofis gelten schon seit langen Jahren die Grundsätze der Usability und der Accessibility, also der Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit. Nur wurden sie nicht wirklich berücksichtigt, setzen sich nur allmählich durch.
In Deutschland wurde Accessibility und Usability erst richtig aktuell, als der Gesetzgeber das Behinderten-Gleichstellungsgesetz an die virtuelle Realität des Internet und die Informationstechnik anpasste und die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) schuf - für Bundesbehörden, bundesweite Organisationen, etc. Er schuf damit den Begriff "Barrierefreiheit in der Informationstechnik" - und damit auch Barrierefreies Webdesign für Internetseiten.
Ist somit barrierefreies Webdesign nur für den Bund und die Länder ein Muss? Weit gefehlt!
Eine barrierefreie - oder zumindest barrierearme - Website erhöht die Reichweite jedes Internetprojektes. Warum?
Weil auch ältere Menschen das Internet zunehmend nutzen (mehr als 50% der Menschen über 50 Jahren sind online) und es zu schätzen wissen, wenn Webseiten auf ihre Bedürfnisse hinsichtlich Schriftgrößen, Farben und Bedienung ausgerichtet sind.
Auch deshalb, weil große Suchmaschinen wie Google gut zugängliche, linearisierbare Webinhalte gezielter auslesen können als durch Tabellenlayouts "zerfetzte". (Lesen Sie mehr über Suchmaschinen-Optimierung.)
Gerade deshalb, weil bei einer nicht-grafischen Navigation die Links als relevanter bewertet werden als bei einer mit verlinkten Buttons.
Vor allem aber, weil es viele blinde, sehbehinderte und farbenblinde, schwerhörige, taube und motorisch eingschränkt Persongen gibt, die die Berücksichtigung ihrer Bedürfnisse und den Einsatz von Hilfsmitteln erwarten dürfen.
Es gibt einige zu berücksichtigende Faktoren für barrierefreie oder zumindest barrierearme Webseiten. Dies betrifft - ähnlich wie bei der HOME RUN Site - so ziemlich alle Faktoren der Webseiten-Erstellung von der Verwendung standardisierter Beschreibungssprachen über das Site-, Page- und Content-Design bis hin zur verwendeten Sprache und dem Lesbarkeitsgrad.
Die wichtigsten Faktoren barrierefreier Webseiten sind:
Vor allem jedoch eines: eine Nur-Text-Version neben der normalen Website ist nicht barrierefrei im Sinne der WCAG oder BITV, denn das Gesetz erlaubt keine Sonderwege. Zudem hat jeder Mensch ein Grundrecht auf Gestaltung.