Thorsten Schäfer
Content Manager, Berlin

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Wofür sind eigentlich diese “Webstandards”?

Bei “Standard” denkt mancher vielleicht an Gleichmacherei, an DIN-Normen, an “Alles dieselbe Soße”. Prinzipiell ist dies auch bei Webstandards gemeint. Jedoch nicht hinsichtlich der Bereiche Design und Inhalt, sondern nur in Bezug auf die Technik von Webseiten.

Eine Internetseite ist – auch wenn es so aus sieht – in der Regel kein Bild. Eine Internetseite könnte man eher mit einem Dokument aus einer Textverarbeitung wie Word vergleichen. Es gibt Text, man kann Bilder einfügen , und sogenannte Steuerzeichen bestimmen, ob ein Text fett ausgezeichnet wird, wo ein Absatz beginnt und endet, wie eine Überschrift aussieht, etc.

Es wird also keine komplette Grafik übertragen, wenn man eine Webseite aufruft, sondern ein Text, Steuerzeichen, die Adresse von Bildern und vieles mehr, alles eingebettet in ein Seitengerüst.

Ein kleines Beispiel könnte dies verdeutlichen. Hier eine kleine Internetseite, ein HTML-Dokument.


<!DOCTYPE HTML PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01
 Transitional//EN">
<html>
  <head>
  </head>
  <body>
  <h1>Ich bin eine Überschrift</h1>
  <p><img src="portraet_160408_mono_140x97.jpg"
 alt="Ich bin ein Bild" />
Ich bin ein Absatz. Auch wenn ich nur sehr kurz bin,
bin ich doch ein Absatz.</p>
  </body>
</html>

Wenn Sie hier klicken, sehen Sie, wie diese HTML-Datei im Internet aussieht.

Wo ist jetzt was mit Webstandards?

Die Webstandards kommen ins Spiel, wenn es darum geht, die Webseite einheitlich darzustellen.

Im Grunde ist es wie beim Fernsehen. Das Fernsehsignal besteht ja auch nicht aus ganzen Bildern, die durch den Äther oder das Kabel gepresst werden. Es besteht aus einer Vielzahl elektronischer Impulse, die – zumindest bei Röhrenfernsehern – Elektronenstrahlen dazu bringen, in rasender Geschwindigkeit ein Bild zeilenweise auf den Bildschirm zu “malen”. Der Fernsehstandard PAL sorgt dabei dafür, dass die Farben schön sind. Wie das Bild jedoch dargestellt wird, ist Sache des Fernsehers. Und hier gibt es massive Unterschiede von Modell zu Modell und Hersteller zu Hersteller.

Was Sie von einer Website sehen, ist nur die Interpretation einer Website durch den Browser

Im Grunde ist also das Fernsehbild, dass Sie zu Hause sehen, lediglich eine “Interpretation” elektronischer Signale durch den Fernseher. Genauso ist auch jede Internetseite, die Sie auf Ihrem Computer zu Hause oder im Büro aufrufen, lediglich eine Interpretation des HTML-Codes durch das Darstellungsprogramm für Internetseiten (Browser).

Doch elektronische Geräte sollen nicht interpretieren. Sie sollen die Dinge so darstellen, wie sie geplant und gemacht wurden. Wir möchten nicht, dass der Fernseher entscheidet, ob eine Wiese rosa oder grün ist, sie soll einfach grün sein. Genauso soll der Browser nicht interpretieren, wie eine Website aussehen soll, sondern sie soll so dargestellt werden, wie der Webdesigner es gewollt hat.

Webstandards sorgen für einheitliche Darstellung von Internetseiten

So wie PAL beim Fernsehen für eine einheitliche Farbgebung des Fernsehbildes sorgt, ohne Störfarben und so wie gewünscht, so sorgen Webstandards für eine einheitliche Darstellung von Webseiten durch die verschiedenen Darstellungsprogramme (Browser). Ältere Browserversionen des Internet Explorer, des Netscape Navigators, des Opera hatten jeweils ihre ganz eigene Interpretation. Diese Zeiten sind fast vorbei, denn dadurch, dass sich die meisten Browserhersteller vermehrt an die Interpretation von HTML und CSS gemäß den internationalen Webstandards halten, ist die Darstellung von Webseiten endlich fast auf allen Systemen gleich.

Die Zukunft wird dahingehend noch weitere Verbesserungen bringen. Wenn Ihre Website also heute bereits gemäß der internationalen Webstandards erstellt wurde, wird es auch in Zukunft keine Probleme mit der Darstellung geben.

Jetzt möchten Sie sicherlich wissen, welche Webstandards es gibt?

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